Zweiter Reaktor in Fukushima hat Probleme
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Zweiter Reaktor in Fukushima hat Probleme


Im Atomkraftwerk Fukushima 1 der Tokyo Electric Power Company (Tepco) sind nach der Explosion eines Reaktors neue Probleme aufgetreten. Am Reaktor 3 ist ebenfalls das Notkühlsystem ausgefallen, wie die japanische Atomaufsichtsbehörde am Sonntag mitteilte.

Am Samstag hat eine Explosion das Dach und die oberen Wände des Gebäudes des Reaktor Nr. 1 weggesprengt, was zum Alarm führte, eine grössere Menge an Radioaktivität könnte ausgetreten sein. Später meldete die japanische Regierung, die Explosion hätte den Schutz- behälter in dem sich der Reaktor befindet nicht beschädigt und nur geringe Mengen an Strahlung wären ausgetreten.

Vorsorglich wurden aber 170'000 Menschen im Umkreis von 20 Kilometer evakuiert.

Jetzt funktioniert das Notkühlsystem am Reaktor 3 auch nicht mehr. Wie die japanische Atomaufsichtsbehörde bei einer Pressekonferenz bekannt gab, muss jetzt dringend Kühlwasser dem Reaktor zugeführt werden. "Um 5.30 Uhr hat die Versorgung mit Wasser aufgehört, und der Druck im Inneren erhöht sich allmählich", sagte der Sprecher.

Es wurde auch gemeldet, neun Personen sind radioaktiver Strahlung ausgesetzt worden.

Das Atomkraftwerk Fukushima ist einer der grössten in Japan. Das Kraftwerk besteht insgesamt aus sechs Reaktoren und die Anlage nahm vor 40 Jahren den Betrieb auf. Die sechs Reaktoren haben eine Nennleistung von zusammen mehr als 4000 (4,696 MW) Megawatt Strom.

Die Kernkraftwerke in Japan sind ausgelegt für eine Magnitude bis maximal 8,25. Die Richterskala ist nicht linear sondern logarithmisch zur Basis 10: d.h die Stärke wächst exponentiell zur Basis 10. Die jeweils nächst höhere Stufe entspricht einer 10-mal grösseren Erdbebenstärke. Das heisst, Das Beben mit Magnitude von fast 9,0 setzte 13,5 mal so vie Energie frei wie 8,25!!! Deshalb sind die Atomkraftwerke beschädigt. Ausserdem steht die Fukushima-Anlage am Meer, weil es mit Meerwasser gekühlt wird, wurde deshalb auch noch von der Tsunami-Welle getroffen.



Fukushima ist ein sogenannter Siedewasser-Reaktor. Dieser Typ benutzt nur einen Wasserkreislauf. Das heisst, der radioaktive Dampf der im Reaktor erzeugt wird geht aus dem Sicherheitsbehälter raus und direkt zu den Turbinen, die den Generator zur Stromerzeugung antreibt und dann wieder zurück. Somit ist die ganze Anlage wenn man so will radioaktiv verseucht. Wer sich so ein gefährliches System ausgedacht hat und es betreibt, der hat sie echt nicht mehr alle.

Im Gegensatz dazu gibt es Druckwasser-Reaktoren, die zwei getrennte Wasserkreisläufe haben. Der erste Kreislauf ist radioaktiv und übergibt über einen Wärmetauscher die Energie an einen zweiten nicht radioaktiven Wasserkreislauf, der zur Dampfturbine führt. Damit gibt es eine Trennung und eine Eingrenzung der Radioaktivität. Beim Typ Siedewasser ist die Dampfturbine radioaktiv verseucht, was die Wartung sehr gefährlich macht. Beim Typ Druckwasser nicht, weil der zweite Wasserkreislauf nicht direkt mit dem Reaktor in Berührung kommt.



Siedwasser-Reaktoren wie in Fukushima sind demnach viel gefährlicher, weil der radioaktive Dampf bis in den Maschinenraum gelangt. Ein Leck im Dampfkreislauf und die Anlage ist verseucht und der radioaktive Dampf kann in die Umwelt gelangen. Das so ein Reaktortyp überhaupt noch zugelassen ist, finde ich unverantwortlich. In Deutschland haben die Atomkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Philippsburg solche Siedewasser-Reaktoren und in der Schweiz gibt es zwei, nämlich in Mühleberg und Leibstadt.

Ein Atomreaktor kann nicht einfach ausgeschaltet werden wie ein Motor, sondern gibt ständig enorme Hitze ab, die abgeführt werden muss. Wenn die Kühlung nicht mehr funktioniert, dann kann eine Überhitzung bis hin zu einer Kernschmelze erfolgen. Ein Runterfahren dauert Tage und wird mit Steuerelementen geregelt, welche den Kernspaltungs- prozess verlangsamt und ein allmähliches Abkühlen bewirkt.

Jetzt in Fukushima wollen sie mit Meerwasser kühlen. Das alleine reicht ja nicht, sondern es muss Bor als sogenannter Neutronenabsorber dem Reaktorwasser zugefügt werden. Wir können nur hoffen, die Verant- wortlichen in Japan bekommen die Probleme in den Griff. Wie wenn sie mit der enormen Zerstörung durch das Erdbeben und dem Tsunami nicht schon genung zu tun hätten. Und es sind mindestens 10'000 Menschen dabei umgekommen. Unsere Gedanken sollten bei den Opfern sein, die alles verloren haben.

Ein vorher-nacher Bild zeigt das Ausmass der Zerstörung:



Die Regierung in Tokio warnt vor einer Stromknappheit, die eine Rationierung des Stroms nötig machen werde. Alle Autofabriken haben bereits ihre Produktion eingestellt. Neben den Atomkraftwerken, die grössteteils abgeschaltet sind, produziert Japan seinen Strom aus Gas. Deshalb hat die japanische Regierung Russland um zusätzliche Lieferungen von Flüssigerdgas gebeten. Der russische Regierungschef Wladimir Putin versicherte am Samstagabend, Moskau werde alles tun, um dem Nachbarn zu helfen. Die Japaner stünden vor einer "riesigen Trauer und Tragödie", sagte Putin.

Was machen aber die Medien hier? Sie berichten jetzt hysterisch über die Ereignisse in der Atomanlage von Fukushima, erinnern uns auch dauernd an die Katastrophe von Tschernobyl, sagen aber gleichzeitig in einem egoistischen Unterton, Deutschland sei nicht von einer möglichen Verseuchung aus Japan betroffen. Diese selben heuchlerischen Medienhuren sagen aber seit Jahren kein Wort über die radioaktive Verseuchung ganzer Landstriche durch Uranmunition, in den vom Westen geführten verbrecherischen Kriegen im Balkan, Gaza, Irak und in Afghanistan, wo zehntausende Menschen einen grausamen Krebstot sterben und deformierte Babys zur Welt kommen.

Und, wie widerstandslos die deutsche Bevölkerung die Laufzeit- verlängerung der Atomkraftwerke durch Merkel einfach hingenommen hat, ist nicht zu fassen.




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