SPIEGEL: Männer bewerten Familienfreundlichkeit von Unternehmen schlechter als Frauen
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SPIEGEL: Männer bewerten Familienfreundlichkeit von Unternehmen schlechter als Frauen


Familienfreundliche Maßnahmen zielten bisher vor allem auf Mitarbeiterinnen. Doch plötzlich sind es die Männer, die neue Arbeitszeitmodelle fordern und monatelange Auszeiten nehmen. Die Unternehmen müssen sich umstellen.


Diese Entwicklung ist Thema in der SPIEGEL-Ausgabe von morgen. Grundlage für den Artikel von Susanne Amann und Simone Salden, der leider nicht online steht, ist eine Studie, der zufolge 91 Prozent der Väter sagen, dass sie auch unter der Woche Zeit mit ihrer Familie verbringen wollen:

In bestimmten Branchen müssen sich Väter vor Kollegen inzwischen rechtfertigen, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes nicht mindestens zwei Monate zu Hause bleiben. Zwar sind bundesweit noch immer nur knapp 20 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten männlich – aber mit stark steigender Tendenz: Der Anteil der Männer hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, während die Zahl der Frauen um etwa 30 Prozent gestiegen ist. (...)

Plötzlich sind es die männlichen Angestellten, die von ihren Personalverantwortlichen neue Arbeitszeitmodelle einfordern und monatelange Auszeiten nehmen, die ganze Nachmittage in Kalendern blocken, weil sie die Kinder aus der Kita abholen müssen, oder wichtigen Meetings fernbleiben, weil ein Laternenumzug oder Schulfest ansteht. "Männer werden für Unternehmen damit genauso unberechenbar wie Frauen – und das ist auch gut so", sagt Volker Baisch, der Unternehmen berät, wie sie väterfreundlicher werden können. Gleichzeitig bemängeln 85 Prozent aller Männer, dass familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen sich vor allem an die weiblichen Kollegen richten. Und es sind die Männer, die ihre Firmen in Sachen Familienfreundlichkeit deutlich schlechter bewerten als Frauen, wie eine Studie von A.T. Kearney zeigt, die im Januar veröffentlicht wird.


Man sieht: Die Männerrechtsbewegung wird nach und nach in sämtliche Felder Einzug halten, die bisher allein von Feministinnen besetzt waren. Und dabei wird immer klarer, dass es fast zwangsläufig nicht allein um die Anliegen eines Geschlechtes gehen kann, sondern um beide.




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